P. Peter Leutenstorfer SJ

am Sonntag, 7. November 2021, gegen 15 Uhr in Unterhaching verstorben

P. Leutenstorfer wurde 1928 in Gauting als fünftes von 13 Kindern geboren. Der Vater war Landwirt und Mesner der Pfarrei. Früh verlor er seine Mutter. Mit 16 Jahren wurde er als Flakhelfer eingezogen. Nach Krieg und Gefangenschaft konnte er zunächst in Pasing aufs Gymnasium gehen, dann in St. Blasien 1947 das Abitur machen, da er Jesuit werden wollte. Nach dem Noviziat und der Philosophie in Pullach führte ihn der Weg wieder ins Kolleg, wo er vor der Theologie in Innsbruck drei Jahre als Lehrer in den Fächern Deutsch und Latein in der Unterstufe unterrichtete. Schon während des Theologiestudiums schrieb er sich an der Universität Innsbruck für die Fächer Deutsch, Latein und Griechisch ein und schloss 1967 in München seine Studien mit dem Staatsexamen ab. Nach einem Jahr als Studienassessor am staatlichen Gymnasium in Freiburg kam er 1968 das dritte Mal, nun als Lehrer, ans Kolleg. Mit seiner Pensionierung im Kolleg 1991 endete aber seine Lehrertätigkeit nicht, er fand sich sofort bereit, im St. Benno-Gymnasium in Dresden für fünf Jahre auszuhelfen, auch als Vertretung einer Lehrkraft im Canisius-Kolleg in Berlin. Im neugegründeten Jesuitengymnasium im Kosovo führte er wiederholt Lehrkräfte in die Kunst des Unterrichtens ein. 1996 ans Kolleg zurückgekehrt entfaltete er eine reiche Tätigkeit als Unterrichtsvertreter, Bibliothekar, gab Schülern Einzelunterricht, um sie auf den Stand der Klasse zu bringen, war als Bratschist bis zuletzt wertvolle Stütze des Kollegsorchesters. Jung im Herzen und wach im Geist blieb P. Leutenstorfer in St. Blasien, bis im November 2020 seine Kräfte durch eine massive Herzschwäche so nachließen, dass er Ende April in die Seniorenkommunität nach Unterhaching umziehen musste.

Requiescat in pace! 

für die Zentraleuropäische Provinz der Jesuiten
P. Bernhard Bürgler SJ, Provinzial

Der Termin für das Requiem und die Beerdigung wird noch festgelegt.

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